Wie du von KI empfohlen wirst

8 konkrete Tipps für mehr Sichtbarkeit in der neuen Suche

Veröffentlicht am 03.03.2026

KI-Snack mit Inga | So wirst du von KI empfohlen
8 konkrete Tipps für mehr Sichtbarkeit 


Nachdem im ersten Beitrag die Frage im Mittelpunkt stand, warum Generative Engine Optimization überhaupt so relevant geworden ist, geht es jetzt um die Praxis:


Was kann man konkret tun, um von KI-Systemen wie ChatGPT eher empfohlen zu werden?


Die gute Nachricht:Man muss das Rad nicht neu erfinden. Die Herausforderung ist eher eine andere: Inhalte müssen heute klarer, nützlicher, vertrauenswürdiger und origineller sein als noch vor ein paar Jahren.


Hier sind acht konkrete Hebel, die in der Praxis wirklich relevant sind.

 

1. Beantworte echte Kundenfragen – nicht nur Suchbegriffe


Der einfachste und gleichzeitig wirksamste Ansatz ist oft: Schreibe nicht darüber, was du gerne erzählen möchtest, sondern darüber, was deine Kunden wirklich wissen wollen.


Ein sehr guter Ausgangspunkt sind zum Beispiel:
 

  • Fragen aus Beratungsgesprächen
  • Einwände aus dem Vertrieb
  • häufige Rückfragen per E-Mail
  • typische Unsicherheiten vor einer Anfrage
  • Missverständnisse rund um dein Angebot


Genau daraus entstehen oft die besten Inhalte. Statt allgemein über ein Thema zu schreiben, ist es viel stärker, konkrete Fragen zu beantworten wie:
 

  • Wann lohnt sich unser Angebot wirklich?
  • Für wen ist es geeignet – und für wen nicht?
  • Was bringt es konkret?
  • Was kostet es, was spart es, was verbessert es?
  • Welche Fehler sehen wir in der Praxis immer wieder?


Solche Inhalte sind näher an der Realität des Nutzers — und damit meist auch relevanter für KI.

 

2. Formuliere klarer, konkreter und belegbarer
 

KI bevorzugt Inhalte, die greifbar sind. Das heißt ganz konkret: Weniger leere Behauptungen, mehr belastbare Aussagen.


Schwächer wäre zum Beispiel: Unsere Strategie verbessert Ihre Sichtbarkeit.

Stärker ist: Durch die Überarbeitung der Inhalte, den Ausbau hilfreicher FAQ-Bereiche und klarere Leistungsseiten konnten innerhalb von sechs Monaten deutlich mehr qualifizierte Anfragen generiert werden.


Noch besser wird es, wenn du mit echten Zahlen, Zeiträumen oder konkreten Ergebnissen arbeiten kannst.


Was du überall prüfen solltest:
 

  • Wo bin ich noch zu allgemein?
  • Wo behaupte ich etwas, ohne es zu belegen?
  • Wo kann ich Beispiele, Ergebnisse oder Situationen ergänzen?

 

3. Mach aus FAQ keine Pflichtübung, sondern hilfreichen Content
 

Viele Unternehmen haben FAQs auf ihrer Website — aber oft sind sie zu kurz, zu oberflächlich oder zu werblich.


Dabei können gerade FAQs extrem stark sein, wenn sie wirklich hilfreich aufgebaut sind.


Nicht so: Wie lange dauert das?
„Das ist individuell.“

Sondern eher so: Wie lange dauert ein Relaunch in der Regel?
„Je nach Umfang dauert ein Relaunch meist zwischen acht und sechzehn Wochen. Wenn Inhalte, SEO-Struktur und Design bereits gut vorbereitet sind, geht es schneller. Verzögerungen entstehen häufig dort, wo Freigaben fehlen oder Inhalte parallel noch entwickelt werden.“


Das ist konkret, verständlich und nützlich.


Mein Tipp: Nimm deine wichtigsten FAQ-Fragen und baue daraus kleine Mini-Ratgeber statt knappe Standardantworten.

 

4. Zeige deinen Mehrwert an echten Beispielen


Wer von KI empfohlen werden will, sollte nicht nur sagen, dass er gut ist — sondern zeigen, woran man das erkennt.


Besonders stark sind:
 

  • Case Studies
  • Vorher-nachher-Beispiele
  • typische Kundensituationen
  • reale Learnings aus Projekten
  • konkrete Problemlösungen


Zum Beispiel:

 

  • Welche Ausgangssituation hatte der Kunde?
  • Was war das Problem?
  • Was wurde verändert?
  • Was hat das Ergebnis verbessert?


Solche Inhalte sind nicht nur glaubwürdiger, sondern auch deutlich zitierfähiger.

 

5. Baue Vertrauen aktiv in deine Inhalte ein


Viele Unternehmen haben starke Vertrauenssignale — nutzen sie aber viel zu wenig. Wenn du gute Bewertungen, relevante Kundenprojekte oder Mediennennungen hast, dann gehören diese Informationen nicht in die letzte Unterseite, sondern sichtbar in deine Kommunikation.


Konkret heißt das:
 

  • gute Google-Rezensionen auf Leistungsseiten aufgreifen
  • relevante Kundenstimmen in Blogbeiträge einbauen
  • Referenzen passend zum Thema nennen
  • Presseberichte oder Erwähnungen sichtbar machen
  • Auszeichnungen und Zertifizierungen sauber einordnen


Wichtig ist: nicht einfach nur Logos zeigen, sondern den Vertrauensbeweis inhaltlich anschließen.

Also nicht nur: „Wir wurden ausgezeichnet.“

Sondern: „Unsere Arbeit wurde ausgezeichnet, weil …“

 

6. Nutze PR, Fachbeiträge und externe Erwähnungen gezielt


Nicht nur deine eigene Website zählt. Es hilft auch, wenn andere vertrauenswürdige Quellen über dich, dein Unternehmen oder deine Expertise sprechen. Dazu gehören zum Beispiel:
 

  • Fachartikel
  • Interviews
  • Pressemitteilungen
  • Gastbeiträge
  • Branchenportale
  • Erwähnungen in Fachmedien
  • fundierte Beiträge auf LinkedIn oder Reddit


Der Punkt ist nicht, einfach nur überall sichtbar zu sein. Der Punkt ist, mit Substanz sichtbar zu sein. Hilfreiche Einordnungen, klare Meinungen und fachlich starke Beiträge erzeugen genau die Art von externer Glaubwürdigkeit, die auch für KI-Systeme relevant ist. Hier auch noch eine Empfehlung von mir, lieber auf weniger Kanälen präsent sein, dafür aber richtig. 

 

7. Lass KI mitarbeiten – aber nicht alleine schreiben


KI ist ein sehr gutes Werkzeug für:
 

  • Strukturvorschläge
  • erste Entwürfe
  • Verdichtung von Inhalten
  • Umformulierungen
  • Varianten von Überschriften
  • Gliederungen und Zusammenfassungen


Was ich nicht empfehlen würde: Texte 1:1 übernehmen.

Denn genau dann entsteht oft das, was man inzwischen überall liest: glatt, generisch, austauschbar — kurz gesagt: Einheitsbrei. Deshalb sollte am Ende immer ein menschlicher Feinschliff kommen:
 

  • eigene Meinung ergänzen
  • Praxiswissen einbauen
  • Beispiele konkretisieren
  • Aussagen prüfen
  • Quellen kontrollieren
  • Sprache individueller machen
     

Die stärksten Inhalte entstehen nicht durch KI alleine, sondern durch die richtige Zusammenarbeit von KI und Mensch.

 

8. Schreib so, dass man dich wiedererkennt


Ein oft unterschätzter Punkt: Originalität ist kein nettes Extra mehr, sondern ein echter Relevanzfaktor. Wenn alles klingt wie sauber geglätteter Standard-Output, fehlt genau das, was Inhalte heute stark macht:
 

  • Haltung
  • Erfahrung
  • Wiedererkennbarkeit
  • Persönlichkeit
     

Das bedeutet nicht, dass Texte künstlich „anders“ sein müssen. Aber sie sollten eine eigene Handschrift haben. Frage dich bei jedem Text:
 

  • Klingt das wirklich nach uns?
  • Würde ein Kunde merken, dass hier echte Erfahrung drinsteckt?
  • Ist das konkret genug?
  • Ist das etwas, das auch jeder Wettbewerber so schreiben könnte?


Wenn die Antwort ja ist, fehlt meist noch Substanz.

 

Ein Beispiel aus der Praxis


Was in der Praxis oft sehr gut funktioniert, ist erstaunlich simpel: Aus echten Kundenfragen werden echte Inhalte.


Ein Kunde von uns hat genau das gemacht. Statt generische Blogbeiträge zu schreiben, wurden häufige Fragen aus dem Alltag gesammelt und in hilfreiche Artikel verwandelt. Aus simplen FAQs wurden fundierte Inhalte mit echtem Nutzwert. Das Ergebnis: mehr Relevanz, bessere Sichtbarkeit und sogar konkrete Anfragen.


Eigentlich ist das nichts Neues. Es ist im Kern genau das, was gutes Marketing schon immer war:
nah an den Bedürfnissen des Kunden sein und Inhalte schaffen, die wirklich weiterhelfen.

 

Fazit
 

Wer von KI-Systemen empfohlen werden will, sollte nicht versuchen, möglichst viel Content zu produzieren. Entscheidend ist, den richtigen Content zu schaffen. Hilfreich sind Inhalte, die:
 

  • konkrete Fragen beantworten
  • echten Nutzen bieten
  • Vertrauen aufbauen
  • belegt statt behauptet sind
  • und eine eigene Handschrift haben


Denn genau darin liegt heute der Unterschied zwischen irgendeinem Content und Inhalten, die wirklich relevant werden. KI kann dabei helfen, Inhalte smarter, effizienter und besser zu machen. Aber sie sollte nie dazu führen, dass Menschlichkeit, Kontrolle und echtes Kundenverständnis verloren gehen. Denn echten Mehrwert erkennt man am Ende immer noch daran, dass ein Mensch verstanden hat, was andere Menschen wirklich brauchen.

 

Profi-Tipp


Wer KI im Content-Marketing wirklich sinnvoll einsetzen will, sollte nicht einfach nur einzelne Tools ausprobieren Bau dir stattdessen ein sauberes System auf. Die Ansprüche an Inhalte sind deutlich gestiegen. Umso wichtiger ist es, KI intelligent zu nutzen – mit starken Workflows, klaren Regeln. Nutze sinnvolle Automationen und agentische Prozesse dort, wo sie wirklich sicher und sinnvoll einsetzbar sind. Genau darin liegt aus meiner Sicht der Unterschied zwischen beliebigem KI-Einsatz und echter Qualitätssteigerung. Ich selbst nutze dafür unter anderem Make.com für meine Content-Marketing-Workflows. Einen tieferen Einblick dazu gibt es in Kürze.

Und wenn du Unterstützung dabei brauchst, wie du KI strukturiert, effizient und ohne Qualitätsverlust in dein Content-Marketing integrierst, dann komm gerne in einen meiner individuellen Workshops.

Bei Interesse schreib mir einfach ein E-Mail an inga.roser@aufwind-group.de.